Kurze Geschichte Naantalis

Kurze Geschichte Naantalis

    

Im Jahr 1438 beschlossen die religiösen Köpfe des Reiches, dass in Finnland ein Kloster gebaut werden sollte und dass es den Regeln der Heiligen Birgitta von Schweden folgen würde. Das neue Kloster erhielt 1440 einen Schutzbrief, in dem festgehalten wurde, dass der Name des Klosters Vallis Gratie - das Tal der Barmherzigkeit - sein würde, im mittelalterlichen Schwedisch also ‚Nadhendaal‘.

Damals wurde beschlossen, das Kloster auf dem Land der Villa Stenberg im Dorf Masku Karinkylä zu errichten. Erst 1442 fand das Birgitten-Kloster seinen endgültigen Platz auf der Halbinsel Ailostenniemi, als Lucia Olavintytär Skelgen und ihr Mann das Land der Domäne Ailonen für das kommende Kloster spendeten.

Es wird angenommen, dass Naantali am 23. August 1443 gegründet wurde, als König Christoph die Satzung erließ, die den Bau des Klosters in Ailostenniemi ermöglichte. Als der Betrieb des Klosters Anfang des 16. Jahrhunderts eingestellt wurde, schwächte dies die Stadt bis zu dem Punkt, dass Naantali in keiner der Urkunden nach 1540 überhaupt als Stadt erwähnt wurde.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde entdeckt, dass das Wasser der Quelle Viluluoto sich wohltuend bei der Linderung der Symptome vieler Krankheiten auswirkte. Diese Heilquelle legte den Grundstein für die Entwicklung von Naantali als Kurort. Der offizielle Kurbetrieb begann Anfang des 19. Jahrhunderts. Mit der Einführung der Kurbehandlungen mit Tonerde wurde der Kurbetrieb in Ailostenniemi im Jahre 1863 erweitert.

Als goldenes Zeitalter des Kurbads werden jedoch die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts angesehen, als jährlich rund zweitausend Kurgäste Naantali besuchten. Der Betrieb in den alten Kuranlagen nahm allmählich ab und wurden in den 60er Jahren vollständig eingestellt.
Das heutige Hotel Naantali Spa ist seit Mitte der 80er Jahre in Betrieb.